So wird das Kinderzimmer zum Lernort
Einfache Ideen für einen guten Start in die Schulzeit
Mit der Einschulung verändert sich vieles – auch im Kinderzimmer. Neben Spielzeug, Büchern und Kuscheltieren brauchen nun auch der Schulranzen, Hefte und Stifte ihren Platz. Außerdem steht bald die erste Hausaufgabe an.
Dafür muss das Kinderzimmer nicht komplett umgebaut werden. Oft reichen schon einige kleine Veränderungen. Wichtig ist, dass sich Ihr Kind in seinem Zimmer weiterhin wohlfühlt. Denn auch ein Schulkind braucht Zeit und Platz zum Spielen, Ausruhen und Träumen.
Einen festen Platz zum Lernen schaffen
Ein eigener Lernplatz hilft Ihrem Kind, sich besser zu konzentrieren. Das kann ein Schreibtisch im Kinderzimmer sein. In einer kleinen Wohnung eignet sich aber auch eine ruhige Ecke im Wohn- oder Esszimmer.
Hilfreich ist eine klare Trennung zwischen Lernen und Spielen. Dafür brauchen Sie keinen großen Raumteiler. Schon ein kleiner Teppich, eine andere Lampe oder ein schmales Regal können den Lernbereich sichtbar machen.
So weiß Ihr Kind: Hier erledige ich meine Aufgaben. Danach darf wieder gespielt werden.
Tisch und Stuhl richtig einstellen
Am Schreibtisch sollte Ihr Kind bequem und möglichst aufrecht sitzen können. Achten Sie dabei auf drei einfache Punkte:
- Die Füße stehen fest auf dem Boden.
- Die Knie bilden ungefähr einen rechten Winkel.
- Die Unterarme liegen locker auf der Tischplatte.
Sind die Füße noch zu kurz, hilft eine stabile Fußstütze. Höhenverstellbare Möbel sind praktisch, weil sie mitwachsen. Sie sind aber kein Muss. Auch vorhandene Möbel lassen sich häufig gut anpassen.
Wichtig sind außerdem regelmäßige Pausen. Kinder sollten nicht zu lange still sitzen. Ein kurzer Gang durch die Wohnung, etwas Bewegung oder ein Getränk helfen dabei, neue Energie zu sammeln.

Gutes Licht erleichtert das Lernen
Am besten steht der Schreibtisch in der Nähe eines Fensters. Tageslicht ist angenehm und schont die Augen. Der Blick sollte möglichst nicht direkt gegen das Fenster gehen, da das Licht sonst blenden kann.
Für dunkle Tage braucht Ihr Kind zusätzlich eine Schreibtischlampe. Bei Rechtshändern sollte das Licht von links kommen, bei Linkshändern von rechts. So wirft die schreibende Hand keinen störenden Schatten auf das Heft.
Ordnung einfach machen
Mit dem Schulstart kommen viele neue Dinge ins Kinderzimmer. Ohne einen festen Platz entsteht schnell Unordnung. Einfache Lösungen helfen Ihrem Kind dabei, selbstständig aufzuräumen.
Praktisch sind:
- eine Ablage für Hefte und Bücher,
- kleine Behälter für Stifte und Bastelsachen,
- ein fester Platz für den Schulranzen,
- ein Haken für den Sportbeutel,
- eine Mappe für Elternbriefe,
- ein Papierkorb neben dem Schreibtisch.
Boxen können beschriftet oder mit kleinen Bildern versehen werden. Dann sieht Ihr Kind sofort, was wohin gehört. Dabei sollten alle wichtigen Dinge gut erreichbar sein.
Ablenkungen reduzieren
Der Lernplatz muss nicht langweilig aussehen. Zu viele Spielsachen, Figuren und bunte Bilder können aber ablenken.
Gestalten Sie den Bereich rund um den Schreibtisch deshalb etwas ruhiger. Ein Lieblingsbild, ein Familienfoto oder ein kleiner Glücksbringer dürfen natürlich bleiben. Der bunte Spielbereich kann sich an einer anderen Stelle im Zimmer befinden.
Das Kind mitentscheiden lassen
Beziehen Sie Ihr Kind in die Gestaltung ein. Es kann zum Beispiel die Farbe der Stiftebox aussuchen, einen Platz für die Pinnwand bestimmen oder ein Bild für den Schreibtisch auswählen.
Das macht aus einem einfachen Tisch einen persönlichen Lernplatz. Gleichzeitig merkt Ihr Kind: Meine Meinung zählt und ich darf mein Zimmer mitgestalten.







